Turnier der Begegnung bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen zusammen

Volleyball kann mehr sein als ein sportlicher Wettkampf: Es kann Menschen zusammenbringen, Vorurteile abbauen und Begegnung ermöglichen. Genau das zeigte sich beim diesjährigen „Turnier der Begegnung“ in Geithain.
Seit 2014 veranstaltet die Initiative für ein weltoffenes Geithain unter der Leitung von Thomas Lang das beliebte Hobby- und Freizeitturnier. Für die diesjährige Neuauflage erhielt die Initiative Unterstützung vom Kinder- und Jugendring des Landkreises Leipzig sowie vom CVJM Brandis e. V.
Ab 13 Uhr kämpften 16 Mannschaften auf den drei Feldern der Sport- und Mehrzweckhalle in der Friedrich-Fröbel-Straße um Punkte und Platzierungen. Trotz allen sportlichen Ehrgeizes standen Spielfreude, Fairness und das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt. Nach spannenden Vorrunden- und Finalspielen konnte sich das Team „Schatzi² mit Begleitschutz“ aus Flößberg den Turniersieg sichern. Platz zwei ging an „Mut zur Lücke“ aus Lichtenstein, den dritten Platz belegte die Mannschaft des CVJM Brandis e.V. Das Team „Chicken Brothers“ aus Geithain und Umgebung erreichte unter der Leitung von Martin Sanne einen respektablen achten Platz. Auch abseits des Spielfeldes wurde Begegnung großgeschrieben. Jan Körner von der Initiative für ein weltoffenes Geithain und Carolin Münch vom Verein „Bon Courage“ aus Borna sorgten mit einem Buffet aus den von den Volleyballmannschaften mitgebrachten Kuchen, Pizzen und Salaten und Spenden für eine besondere Atmosphäre in den Spielpausen. Besonders beeindruckend war die Vielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Unterschiedliche Generationen spielten gemeinsam: So standen beispielsweise 16-jährige Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Oberschule Belgern-Schildau gemeinsam mit ihrem 62-jährigen Lehrer auf dem Spielfeld. Auch Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität begegneten sich beim Volleyball. Deutsche, Iraner, Afghanen, Pakistaner und Ukrainer spielten miteinander und gegeneinander.
So wurde beim Turnier ganz praktisch erfahrbar, was der Gedanke der Interkulturellen Woche vermitteln möchte: Sport verbindet Menschen und kann Grenzen überwinden. Mitmenschlichkeit, Solidarität und Völkerverständigung blieben an diesem Tag keine Schlagworte. Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer füllten diese Werte am Tag der Deutschen Einheit mit Leben.
Das Volleyballturnier der Begegnung wurde durch den Aktionsfonds der „Partnerschaft für Demokratie“ des Landkreises Leipzig finanziert, der wiederum durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermöglicht wird.

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